Klinikkonzern Asklepios führt kurzärmlige Ärztekleidung ein

Foto: Asklepios

Die Ärzte in den rund 100 Kliniken des Krankenhausbetreibers Asklepios tragen seit April dieses Jahres einen neuen Look. Grund für die kurzärmelige Berufskleidung ist aber nicht der Frühlingsanfang. Stattdessen folgt Asklepios mit der Veränderung Hinweisen aus der aktuellen wissenschaftlichen Literatur, dass kurze Ärmel zu einer verbesserten Hygiene führen.

Kasacks statt Kittel

Denn mit einem kurzen Kittel lassen sich die Hände noch einfacher desinfizieren und genau das ist die wichtigste Maßnahme in der Krankenhaushygiene. Außerdem besteht bei längeren Ärmeln das Risiko, dass Keime am Stoff haften bleiben und dadurch im Krankenhaus möglicherweise verbreitet werden. Die auch als „Kasacks“ bezeichneten Hemden sollen die Patienten also besser vor der Ausbreitung von Krankheitserregern im Krankenhaus schützen.

Ein großer Teil des Pflegepersonals trägt bereits jetzt Kasacks mit einem V-Ausschnitt. Ärzte sollen ab April hingegen eine Variante mit Stehkragen erhalten, damit sie auch in Zukunft optisch von Pflegekräften zu unterscheiden sind. Bereits jetzt wird in Operationssälen und auf Intensivstationen ausschließlich kurzärmlige Kleidung getragen.

Foto: Asklepios

Kliniken engagieren sich

Die Entscheidung von Asklepios für kurzärmlige Kleidung gehört zu den zahlreichen Maßnahmen, mit denen Klinikbetreiber den Kampf gegen resistente Keime stärken. Da die Hände der zentrale Übertragungsweg von Keimen sind, verzichten beispielsweise einige Kliniken auf das Händeschütteln zwischen Klinikpersonal und Patienten und erhoffen sich dadurch eine Verringerung der Keimübertragung.