Hygiene Schreibt Geschichten

Auf dieser Seite finden Sie Portraits, Berichte und Interviews rund um die Themen Krankenhaushygiene und Infektionsschutz. Lernen Sie die Arbeit von Hygienefachkräften kennen. Lesen Sie, wie Experten das Gefahrenpotenzial von Keimen einschätzen. Erfahren Sie, welche Vorzeigeprojekte einzelne Krankenhäuser durchführen.

  • Der „Faktor Mensch“ ist beim Thema Hygiene zentral
  • Lernen aus der Krise: Der WDR besucht Hygiene-Facharzt Pedro Garcia
  • Keimkenner aus Aachen: Sebastian Lemmen
  • Im Videoportrait: Hygienefachkraft Sascha Scholz aus Düsseldorf
  • Experten-Interview: "Wir stehen vor großen Herausforderungen"
  • Hygiene-Profi seit 15 Jahren: Marion Matthies in Dortmund
  • Das lächelnde Krankenhaus

Hygiene im Krankenhaus funktioniert nur, wenn alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Das Siegener St. Marien-Krankenhaus hat deshalb vor einigen Jahren ein abteilungsübergreifendes Hygienemanagement eingeführt. Geschäftsführer Hans-Jürgen Winkelmann erklärt, warum der Kampf gegen Keime niemals endet. 

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Für seine Sendung „Hier und Heute“ hat der WDR dem Hygiene-Facharzt Dr. Pedro Garcia bei seiner Arbeit im Klinikum Westfalen in Dortmund über die Schulter geschaut. In dem 14-minütigen Beitrag sehen wir einen Mediziner, der sich Tag für Tag für die bestmögliche Hygiene im Krankenhaus einsetzt. Garcia äußert sich ganz offen zu den Problemen, die medizinische Einrichtungen mit resistenten Keimen bekommen können. In seiner eigenen Klinik kam es zu einer Ausnahmesituation, nachdem sich ein Keim des antibiotikaresistenten Erregertyps MRGN aggressiv zu verbreiten drohte. Diese Bedrohung verlangte den Ärzten, Pflegern und Hygienefachleuten in Dortmund eine besonders kluge und intensive Zusammenarbeit ab – heute können von ihrem vorbildlichen Einsatz auch andere lernen.

Zum vollständigen WDR-Beitrag „Die letzte Chance: Hygiene“ vom 10. August 2015 geht es hier.

Sebastian Lemmen ist so etwas wie ein Motor der Krankenhaushygiene in Deutschland, ein leiser, aber starker. Frühe Spezialisierung, Blick über den Tellerrand in die USA, Aufbau einer eigenen Abteilung nach modernen Kriterien, und immer auf der Suche nach neuen Wegen, um die Aus- und Weiterbildung zu verbessern.

Seit 1997 leitet Lemmen den Zentralbereich Krankenhaushygiene und Infektiologie an der Uniklinik in Aachen Dort arbeiten fünf auf Infektionsprävention spezialisierte Ärztinnen und Ärzte mit acht Hygienefachkräften aus dem Pflegebereich und zwei medizinisch-technischen Assistenten des Labors zusammen, um Infektionen im Krankenhaus zu verhindern und zu behandeln, wenn sie sich nicht verhindern lassen. Bei 50.000 stationären Patienten pro Jahr in der Aachener Uniklinik ist viel zu tun.

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Prof. Dr. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn, äußert sich im Interview über die Bedeutung von Krankenhaushygiene weltweit, positive Entwicklungen in NRW und die Berichterstattung über sogenannte Killerkeime.

Herr Prof. Dr. Exner, in den Medien ist oft von Killerkeimen die Rede. Würden Sie sich eine sachlichere Berichterstattung wünschen?

Prof. Dr. Exner: Der Begriff Killerkeime skandalisiert aus meiner Sicht. Der Begriff ist auch sachlich falsch. Unter Killerkeimen verstehe ich einen Erreger wie z. B. das Ebola-Virus, an dem Menschen kurz nach der Infektion rasch sterben. Dies ist bei den klassischen nosokomialen Infektionen nicht der Fall...

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Marion Matthies gehört zu den Hygiene-Profis der ersten Stunde. Als sie 1985 als Gesundheits- und Krankenpflegerin anfing, wurde ihr schnell klar: Hygiene im Krankenhaus ist erstens elementar und zweitens verbesserungswürdig. Matthies gehört zu den ersten Gesundheits- und Krankenpflegern, die sich zur Hygienefachkraft fortgebildet haben.

15 Jahre ist das her. Eine gefühlte Ewigkeit. „Damals gab es für das ganze Krankenhaus nur einen Desinfektionsplan“, erinnert sich die 54-Jährige. Heute sind es in ihrem Dortmunder Krankenhaus 60 verschiedene. Und auch sonst hat sich viel verändert. 

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So gut ein Händedruck der Seele tut, so gefährlich kann er für den abwehrgeschwächten Körper sein. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden 80 Prozent aller Infektionen über die Hand übertragen. In Krankenhäusern, in denen multiresistente Keime vorkommen können, wird deshalb besonders sensibel und aufmerksam mit der Thematik umgegangen. 

So haben etwa das Klinikum Lüdenscheid und das Augusta-Krankenhaus in Bochum den Händedruck aus dem Klinikalltag verbannt, um mehr Sicherheit für Patienten zu schaffen. Zum Bericht

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